Lektion 1

LEKTION 1 - BAUMWOLLE & CHEMIKALIEN:
Der Einfluss von Bio-Baumwolle 

Die Geschichte hinter konventioneller Baumwolle ist nicht so flauschig und weich, wie diese sich anfühlt. Der Einsatz von Wasser, Pestiziden und Ackerland sind drei Gründe, warum man sich über diese Faser vielleicht noch einmal Gedanken machen sollte. Bei Mini Rodini besteht die gesamte Baumwolle zu 100% aus biologischem Anbau. Das bedeutet keine GVO-Samen, einen gesunden Boden und am Ende ein weicher Stoff, der die Natur und die Haut schont.

Baumwolle ist eine äußerst vielseitige, atmungsaktive und haltbare Faser. Sie ist sehr angenehm zu tragen, da sie Feuchtigkeit relativ schnell aufnimmt und abgibt. Baumwolle akzeptiert viele Farbstoffe und kann auf viele Arten behandelt werden – sie kann in einem Sweatshirt flauschig und in einem fließenden Sommerkleid texturiert sein. Aus diesem Grund gehört sie zu einer der weltweit führenden landwirtschaftlichen Kulturen und ist die weltweit am zweithäufigsten verwendete Faser (22% im Vergleich zu 64% für Polyester).

Leider lässt die Baumwollindustrie zu wünschen übrig. Jährlich werden rund 20 Millionen Tonnen Baumwolle produziert und für ein Kilogramm Baumwolle werden zwischen 8.000 und 22.550 Liter Wasser benötigt. 8.000 Liter, wenn die Baumwolle in den hochindustriellen USA hergestellt wird, und 22.500 Liter, wenn es in Indien hergestellt wird, wo die Bewässerungssysteme unzulänglich sind und ein schlechter Umgang mit Pestiziden weit verbreitet ist. In der Baumwollproduktion werden mehr Pestizide eingesetzt als in jedem anderen Bereich der landwirtschaftlichen Produktion. Dies wirkt sich auf den Planeten aus, ruiniert die Wasserwege, die Boden- und Luftqualität und beeinträchtigt das umgebende Ökosystem. Es hat auch große Auswirkungen auf die Menschen, die mit Pestiziden arbeiten, wobei zwischen 1 - 3% der Baumwollbauer*innen an einer akuten Pestizidvergiftung leiden und mindestens 1 Million Menschen jährlich deshalb in ein Krankenhaus eingeliefert werden müssen.

Aus diesem Grund haben wir entschieden, für alle unsere Produkte ausschließlich Bio-Baumwolle zu verwenden. Bio-Baumwolle verwendet kein gentechnisch verändertes Saatgut, verbietet jeglichen Einsatz von Pestiziden, verbraucht 71% weniger Wasser und 62% weniger Energie.

Dies hat massive Folgen für sowohl Menschen als auch unseren Planeten und für uns lag diese Entscheidung daher klar auf der Hand.

Der Textile Exchange Market Report 2017 schloss uns in den 100% Bio-Baumwolle-Club (sowie recyceltes Polyester und handgefertigte Cellulosefasern) ein, was bedeutet, dass wir weltweit zu einer kleinen Gruppe von Marken gehören, die ausschließlich Bio-Baumwolle für ihre Produkte verwenden, zusammen mit Marken wie Patagonia und KnowledgeCotton Apparel. Dies ist etwas Besonderes, da nur 0,57% der im Jahr 2016 weltweit angebauten Baumwolle aus biologischem Anbau stammten.

Dabei ist Bio-Baumwolle selbst nicht die Lösung für das gesamte Problem. Sogar Bio-Baumwolle ist sehr ressourcenaufwändig. Aus diesem Grund suchen wir laufend nach neuen nachhaltigen Fasern wie Modal® und Tencel®, um sie in unser Sortiment aufzunehmen.

Es reicht nicht, dass unsere Lieferant*innen uns sagen, dass etwas biologisch oder recycelt ist, wir brauchen auch Nachweise, um sicherzustellen, dass unsere Produkte wirklich nachhaltig sind. Es gibt unzählige Zertifizierungen, und wir haben uns dafür entschieden, nur die umfassendsten Zertifizierungen auf dem Markt zu verwenden.

Mehr über unsere Zertifizierungen