ÜBER DAS PROJEKT

Der Galgo Español, auch spanischer Windhund genannt, ist eine der am meisten misshandelten Hunderassen auf dem Planeten

„Save the Galgo” ist eine Kollektion, die wir ins Leben gerufen haben, um die Menschen über das Schicksal von hunderttausenden vergessenen spanischen Windhunden zu informieren. 20% des Preises jedes verkauften Artikels wird an Galgos del Sol gespendet, ein gemeinnütziges Hundehaus in Murcia, Spanien.

Scrollen Sie nach unten, um mehr über Galgos del Sol und ihre Rettungsarbeiten zu erfahren.

Der spanische Windhund ist eine Rasse, die oft als treu, freundlich und liebevoll beschrieben wird. Aufgrund von spanischen Traditionen müssen viele dieser Hunde allerdings großes Leid ertragen. Einige Menschen betrachten sie nicht als liebenswerte Haustiere, sondern als Wegwerfgegenstände.

Galgos werden von Jägern in den ländlichen Gebieten Spaniens häufig sowohl für die gewöhnliche Jagd als auch für die Hasenjagd in Verbindung mit Wettspielen verwendet. Diese als „Galgueros“ bekannten Jäger überzüchten die Galgos auf der Suche nach einem Champion. Ein „Galguero“ kann jeweils 10 bis 30 Galgos besitzen, und sie werden oft unter barbarischen Bedingungen aufgezogen.

Laut den Organisationen, mit denen wir gesprochen haben, werden die Galgos, die am meisten leiden, in Gefangenschaft gehalten, sind unterernährt und werden gerade genug gefüttert, um am Leben zu bleiben. Wenn die Hunde auf Geschwindigkeit trainiert werden, binden einige Besitzer die Hunde an der Rückseite ihres Autos an und lassen sie während der Fahrt hinterherlaufen. Wenn ein Hund hinfällt oder sich verletzt, ist das Pech. 

Wenn die Jagdsaison vorbei ist oder wenn die Hunde nicht den Erwartungen der „Galgueros“ entsprechen, werden sie einfach ausgesetzt. Sie müssen sich durchkämpfen und versuchen, das Leben auf der Straße zu überleben. Viele werden gefoltert und in Brunnen geworfen, wo sie schließlich verhungern.

Das muss aufhören!

GALGOS DEL SOL

Galgos del Sol ist ein gemeinnütziges Hundehaus, das bedürftige Galgos rettet, rehabilitiert und ihnen ein neues Zuhause schenkt. Darüber hinaus betreiben sie Aufklärungsarbeit und informieren die Öffentlichkeit - hauptsächlich Kinder - über das Schicksal der Galgos, um ihre Ansichten über die Rasse in der Gesellschaft zu ändern.

Tina Solera, Gründerin und Präsidentin von Galgos del Sol, zog 2007 mit ihrer Familie aufgrund des guten Wetters nach Spanien und begegnete dort sofort den tausenden verlassenen Galgos auf den Straßen. Als Tierliebhaberin konnte sie die Behandlung der Galgos nicht ertragen und beschloss, ihre Zeit der Rettung, Rehabilitation und der Vermittlung von einem neuen Zuhause zu widmen.

Die Galgos, die Tina und ihr Team retten, befinden sich in einem schrecklichen Zustand, wenn sie im Tierheim ankommen. Ausgehungert, voller Krankheiten, traumatisiert und verletzt. Galgos werden jaulend in Brunnen gefunden, wo sie absichtlich von ihrem „Galguero“ hineingeworfen wurden. Viele sind in Schlingenfallen gefangen, in denen sie oftmals lange stecken bleiben, meistens bis der einzige Ausweg darin besteht, ihr eigenes Bein zu fressen.

Wir haben uns mit Tina, der Gründerin von Galgos del Sol, getroffenund stellten ihr einige Fragen zu ihrer Arbeit und der Situation der Galgosin Spanien:

Wie sieht der Rettungsprozess eines Hundes aus?
Normalerweise ruft uns jemand an und gibt uns den Standort eines verlassenen Galgos. Keine Rettung ist wie die andere, abhängig davon, wie lange der Galgo schon auf der Straße lebt. Jede Situation ist einzigartig. Normalerweise beginnen wir damit, den Hund an eine Routine zu gewöhnen. Wenn der Hund schon einige Zeitauf der Straße lebt, ist es normalerweise einfacher, ihn zu fangen. Aber wenn es ein neuer Hund ist, müssen wir etwas mehr Zeit damit verbringen, Futter auszulegen und ihn an eine Routine zu gewöhnen, bevor wir ihn fangen können. Dieser Prozess kann zwischen drei Tagen und mehreren Monaten dauern. Sogar Jahre.

Wie viele Hunde nehmen Sie pro Jahr auf?
Wir nehmen ungefähr 350 Galgos pro Jahr auf, ungefähr 250-270 werden in einem neuen Zuhause untergebracht. In diesem Jahr war es aufgrund Covid-19 schwieriger. Wirhatten Schwierigkeiten, die Hunde zu Ihrem neuen Zuhause zu transportieren.

Wann werden die meisten Hunde ausgesetzt?
Das ganze Jahr über befinden sich verlassene Hunde auf den Straßen. Aber der Höhepunkt ist definitiv im Februar, dann endet die Jagdsaison. Danach brauchen die „Galgueros“ die Hunde nicht mehr. Normalerweise werden sie dann alle Hunde auf einmal los, sodass sie sich erst in der nächsten Jagdsaison, die im Oktober beginnt, wieder um sie kümmern müssen. Manchmal werden ein paar der Hunde behalten, vorausgesetzt sie sind gute Jäger. Der Sommer ist die Hauptzeit für Mütter und ihre Welpen auf der Straße.

Wie würden Sie das Leben auf den Straßen für die ausgesetzten Galgos beschreiben?
Es ist kein schönes Leben... Die meisten Hunde finden einen Weg, um zu überleben, aber irgendwann sterben sie an Krankheiten, wenn sie nicht gerettet werden. Und das ist der schrecklichste Tod. Es ist ein schmerzhafter, elender und langsamer Tod.

In welche Länder adoptieren Sie diese Galgos normalerweise?
Amerika und Großbritannien sind unser größter Adoptionsmärkte. Wir adoptieren aber auch nach Belgien, Dänemark, Spanien und Schweden. Wir haben gerade erst in Schweden angefangen und würden dort gerne mehr tun.

Was passiert mit den Galgos, die kein Zuhause finden?
Ich nehme sie auf und sie leben mit mir. Ich habe gerade ungefähr fünfzehn Galgos in meinem Haus. Sie stehen jedoch noch zur Adoption zur Verfügung, auch wenn sie bei mir leben. Wir geben niemals auf, nach einem neunen, liebevollen Zuhause für diese Galgos zu suchen.

Wie sind die Galgos als Haustiere?
Am Anfang können sie wirklich sehr ängstlich sein, da sie traumatisiert sind und keine soziale Interaktion mit Menschen gewöhnt sind. Wenn sie sich jedoch etwas eingewöhnt haben, sind sie wirklich verspielt, albern und liebevoll. Für mich sind glückliche, kleine Galgos wie Clowns, das ist, was sie wirklich sind. Sie sind ruhige, edle und wirklich erstaunliche Begleiter. Sie brauchen nicht so viel Bewegung wie die Leute denken, aber sie benutzen gerne ihr Gehirn und lieben das freie Laufen in einem eingezäunten Bereich.

Kann jeder adoptieren?
Ja, auf jeden Fall. Aber es ist nicht möglich, einen bestimmten Galgo zu adoptieren. Jeder Galgo ist einzigartig und wir versuchen immer, die Hunde dem bestmöglichen Zuhause zuzuordnen, in dem sie ein glückliches Leben führen werden. Insbesondere Ersthundebesitzer können nicht irgendeinen Galgo nehmen. Sie brauchen einen Galgo, der schon sehr selbstbewusst und sozial ist. Galgos sind Hunde, die es gewohnt sind, in einer großen Gruppe von Hunden zu leben. Aus diesem Grund müssen einige Hunde möglicherweise von einer Familie aufgenommen werden, die bereits einen Hund hat (dieser muss kein Galgo sein), um sich am wohlsten zu fühlen.

Welche Rettungsaktionen sind für Sie die Bedeutendsten? 
Es erfreut mich am meisten, wenn wir liebevolle Häuser für Galgos mit Leishmaniose (Krankheit) finden können. Sie sind sehr schwer zu vermitteln und normalerweise befinden sie sich 2-3 Jahre im Tierheim.

Was ist Leishmaniose?
Leishmanioseist eine mediterraneKrankheit, ein Blutparasit, der in den meisten Fällen zu Nierenversagen führt, wenn die Krankheit nicht behandelt wird. Viele der Galgos, die wir retten, haben diese Krankheit. Es gibt jedoch eine Behandlung gegen Leishmaniose, und die Hunde können damit ein völlig normales Leben führen. Leishmaniose kann außerdem nicht von den Hunden auf Menschen übertragen werden.

Es ist schwierig, weil wir es vorziehen, die Hunde nicht ins Ausland zu adoptieren, wenn bei ihnen Leishmaniose diagnostiziert wurde.Nicht alle Tierärzte in anderen Ländern wissen, wie man die Krankheit richtig behandelt. Deshalb möchten wir, dass die Hunde in Spanien bleiben. Wir bieten sogar an, alle Veterinärkosten zu decken, wenn wir Hunde mit Leishmaniose innerhalb Spaniens vermitteln, da dies normalerweise der Grund ist, warum Menschen diese Hunde nicht adoptieren möchten.

Leishmaniose ist kein ein Todesurteil. Mit der richtigen Behandlung können diese Hunde trotz der Diagnose ein sehr glückliches Leben führen.

Wie sieht die Zukunft der Galgos Ihrer Meinung nach aus?
Ehrlich gesagt ... bis die spanische Regierung einen festen Standpunkt einnimmt und irgendeine Art von Veränderung erzwingt, sehe ich für die Galgos nicht viel Veränderung. Tierschutzgesetze existieren, Galgos unterliegendarinden gleichen Gesetzen wie andere Hundeauch. Wenn jemand erwischt wird, wie er seinenGalgo foltert, kann derjenige dafür ins Gefängnis kommen. Galgos del Sol hat tatsächlichbereitsGerichtsverfahren gegen „Galgueros“ gewonnen. Wir haben zwei Anwälte, die auf Tierquälerei spezialisiert sind. Die Tierschutzgesetzesind da, aber es ist wirklich schwer, sie durchzusetzen, weil die „Galgueros“ im Verborgenen arbeiten. 95% der Hunde, die wir ins Tierheim bringen, haben keine Mikrochips, was bedeutet, dass wir nicht beweisen können, wer der Besitzer ist.

Der Jagdverband ist sehr stark und mächtig. Viele Kinder, die Galgos del Sol für unser Bildungsprogramm besuchen, tragen „Galguero“-T-Shirts, weil ihre Väter Jäger sind. Wir können also nur so viel tun. Sie werden wahrscheinlich immer noch nach Hause gehen und den Traditionen ihrer Väter folgen. Diese Traditionen sind so tief in ihrer Kultur verwurzelt, aber wir arbeiten hart daran, sie zu ändern. Die Kinder lieben es, ins Tierheim zu kommen, und es macht sie wirklich wütend, die vernachlässigtenGalgos zu sehen. Das ist ein Anfang.

„YO GALGO“

Um das schreckliche Schicksal der spanischen Galgos bekannter zu machen,möchten wir Ihnen einen Dokumentarfilm namens „Yo Galgo“ präsentieren. Würden Sie gerne mehr über die Situation der Galgos erfahren? Dann sehen Sie sich diesen Film an! Bis zum 13. Dezember kostenlos - klicken Sie auf den untenstehenden Link.

„Yo Galgo“ ist ein Dokumentarfilm, der die Kluft zwischen Tierrechten und den Traditionen einer Nation aufdeckt. Es ist eine Geschichte über einen Filmemacher, Yeray Lopez Portillo, der sich auf eine Reise macht, um das elende Schicksal des spanischen Windhundes zu untersuchen. 

Yeray, ursprünglich aus Spanien, beschreibt sein Land als ein Land, dass schon seit jeher ein schwieriges Verhältnis zu Tierenhatte. Das Volkstum, Feste und Rituale verwenden Tiere zur Unterhaltung und zum Feiern bestimmter Ereignisse, und dies wurde von der spanischen Regierung jahrelang unterstützt. Stierkämpfe sind ein bekanntes Beispiel, aber es gibt viele andere Tiere, die stillschweigend unter diesen sogenannten Sportarten und Traditionen leiden. Der Galgo ist einerdavon.

Der Galgo ist bekannt aus vielen Geschichten und Mythen, er war an der Seite von Königen und Königinnen zu sehen, als einganz besonderer Hund, den nur Menschen von adeliger Abstammung besitzen konnten. Aber das ist heute nicht mehr der Fall, im Gegenteil. Jetzt werden sie für die Jagdsaison verwendet und jedes Jahr zu Tausenden getötet. Während jeder Jagdsaison in Spanien werden etwa 50.000 bis 100.000 Galgos getötet, gefoltert und ausgesetzt.

Der Dokumentarfilm führt den Filmemacher zu Züchtern, die die Hunde zur Hasenjagd verwenden, und weiter, tief in die Jagdwelt, in der Galgos in der Hoffnung, einen Gewinner zu finden, in Massen gezüchtet werden. Der Film zeigt die Leidenschaft der „Galgueros“ für das Züchten, Konkurrieren und Jagen mit Galgos sowie die Konsequenzen, die diese uneingeschränkten Praktiken für Tausende von Galgos jedes Jahr haben.

Was Yeray aus diesem Dokumentarfilm gelernt hat ist, dass die Situation viel komplizierter ist, als er es sich vorgestellt hat. Es geht um Tradition, Identität, Landbesitz und wie wir mit Tieren und untereinander umgehen. Aber das, was ihn am meisten überrascht hat, ist das Ausmaß.

Wir möchten Ihnen die Möglichkeit geben, diesen Dokumentarfilm für eine begrenzte Zeit (bis zum 13. Dezember) kostenlos anzusehen, indem Sie auf den folgenden Link klicken:

Schauen Sie sich „Yo Galgo“ an

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Tausende beste Freunde brauchen dringend neue, liebevolle Zuhause. Galgos del Sol beherbergt ungefähr 250 Hunde pro Jahr, aber es gibt noch viele andere, die Ihre Hilfe brauchen. Hier können Sie die Geschichten von fünf Hunden lesen, die derzeit bei Galgos del Sol adoptiert werden können. Besuchen Sie die Website von Galgos del Sol für alle Adoptionsanzeigen sowie weitere Informationen

HENRICK

Das ist Henrick, er ist 2,5 Jahre alt. Er ist ein sehr verängstigter Kerl, der zusammen mit zwei hochschwangeren Galgas von den Straßen gerettet wurde. Ist er der Vater? Er ist ein hübscher Rauhaargalgo. Ein freundlicher und ruhiger Hund, der ein Zuhause braucht, das viel Zeit und Geduld mitbringt, und wenn es einen anderen Hund im Haus gibt, würde er sich wohl am wohlsten fühlen. Er wird ein wunderbarer, liebevoller Begleiter sein, wenn er sich sicher genug fühlt, um aus seinem Schneckenhaus herauszukommen.

WONDER

Wonder, 2,5 Jahre alt und von der Straße gerettet als sie hochschwanger und in sehr mitgenommenen Zustand war. Heute ist Wonder eine superfröhliche und freundliche Galga, sie liebt jeden und als wir ihr Porträtfoto schießen wollten, konnte man sie nicht davon abhalten, uns nahe zu sein. Diese Galga ist ein liebevoller Schoßhund mit Leishmaniose. In anderen Ländern würde sie aufgrund ihrer Diagnose eingeschläfert werden, aber mit den richtigen Medikamenten kann sie ein glückliches Leben führen. Sie wurde zusammen mit dem Rauhaargalgo Henrick gefunden, der auch der Vater ihrer Welpen ist. Sie hatte neun Welpen, die sehr krank waren und einen schwierigen Start ins Leben hatten. Leider haben zwei von ihnen es nicht geschafft, aber der Rest wird von Tag zu Tag stärker. Es gleicht einem Wunder, dass so viele Welpen von Wonder überlebt haben.

KAMALA

Welpe Kamala ist die Tochter von Wonder und Henrick. Sie ist eine der sieben Welpen, die überlebt haben. Von Anfang an standen die Chancen gegen sie. Sie war so schwach, dass sie mit der Flasche gefüttert werden musste. Gerade erst geboren, war sie voller Würmer und fühlte sich überhaupt nicht gut. Aber jetzt, dank der fleißigen Helfer bei Galgos del Sol, erholt sich Kamala und es sieht so aus, als würde sie es schaffen!

RASCAL

Der atemberaubende Rascal, 3,5 Jahre alt, wurde von der Straße gerettet, wo er lange Zeit lebte. Er war ein verängstigter Junge, der es nicht gewohnt war, Menschen um sich zu haben, aber mittlerweile wird er von Tag zu Tag selbstbewusster. Er hat Leishmaniose, was bedeutet, dass er für den Rest seines Lebens Medikamente und einige zusätzliche Besuche beim Tierarzt benötigt, aber ansonsten kann er ein völlig normales Leben führen. Er ist ein kleiner Clown, der einer glücklichen Familie viel Freude bereiten wird. Haben Sie eventuell das richtige Zuhause für Rascal?

BELLE

Die schwarze Schönheit Belle ist eine absolut entzückende Galga. Sie ist 4 Jahre alt und hat große Angst, wird aber mit Hilfe einer geduldigen und liebevollen Adoptivfamilie ihren Platz im Leben finden. Belle ist es gewohnt, mit anderen Hunden zusammen zu sein, und sie wäre am glücklichsten in einer Familie, die bereits einen Hund hat. Wird sie eventuell Ihr nächstes Familienmitglied?